Pontos - Apollo Surf

Pontos Apollo Surf Hybrid Technische Details: Länge : 4,20m Teile : 3 Ringe : 8 (2 im Mittelteil, 6 im Spitzenteil) Seaguide Titanium Ringe Gewicht : 490g Farbe : hellblau metallic, Spitze schneeweiß Besonderheit: Hybridspitze aus zwei verschiedenen Carbonfaseranteilen verpresst Auspacken und erster Eindruck: Als wir die Ruten erhielten und ich die Rute im Futteral zum ersten Mal in den Händen hielt, machte sie mich schlagartig neugierig, da sie sich schon vielversprechend leicht anfühlte. Beim Auspacken im Tageslicht strahlt mich dann ein helles,  metallic glänzendes Blau an. Die drei Teile machen ohne Futteral einen noch leichteren Eindruck. Beim Zusammenfügen der drei Teile ergibt sich, dass alle Teile gut aneinander passen und sich gut fixieren lassen. Bei einem ersten Durchschwingen der Rute hört man kein Knacken, keinen einzigen Laut. Das fühlt sich also auch schon mal gut an. Eine Rolle montieren. Penn Surfblaster 8000 ist schwer und die Rute wirkt damit trotzdem gut ausgewogen. Die Schnur wird das erste Mal durch die Ringe gefädelt und ein Blei von 150g im Einhänger montiert, das Blei wird leicht pendeln gelassen, die Spitze schwingt leicht federnd, aber keineswegs schwabbelig durch. Endlich am Strand!  Das Blei wird lang nach hinten auf dem Boden abgelegt und die Rute leicht durchgezogen, um ein Gefühl zu bekommen. Man fühlt im Blank, wie sie sich leicht auflädt und beim Wurf gute Unterstützung liefern kann.  Also wird alles wieder eingeholt und noch einmal lang abgelegt, mit ein bisschen Druck durchgezogen - ein schöner linearer Wurf. Nach weiteren Testwürfen ist klar, dass der Blank  in den unteren zwei Dritteln schön straff ist und ausreichend Druck hat. Die Spitze ist zwar weich, aber nicht zu sehr. Die Bissanzeige wird mit Sicherheit interessant werden. Beim Wurf muss man, anders als bei durchgehend brettharten Ruten, die Schnur einen Tick früher freigeben und die Unterstützung der Spitze beim Wurf macht sich sehr fein bemerkbar. Erstes Angeln am Strand: Wir gingen am ersten Abend gleich voll in den Wind Nordwest mit 7bft auflandig. Das Dreibein wurde gut fixiert, die Ruten mit 170g Blei schwingend mit der Spitze in den Wind gestellt, kein unruhiges Wackeln wurde verursacht. Montagen wurden mit Ködern bestückt und dann mit 170g auf Position gebracht, das Blei durfte sich setzen lassen und die Schnur wurde auf Spannung gebracht. Es entsteht kein unschönes „Wackeln“ in der Spitze, ein leichtes Rollen der Bleie ist in leichten gleichmäßigen Bewegungen der Spitzen zu sehen. Obwohl sie weich sein sollte, hat sie trotzdem genug Spannung im Spitzenteil, um einen guten Kontakt zum Köder anzuzeigen. Auf jeden Fall lassen sich  auch 200g Blei problemlos zum Ziel befördern. Beim Angeln machen 125 und 150g sehr viel Spaß, aber auch 175g ergeben sich als absolut unproblematisch.   Bisse und Drill In den ersten drei Tagen waren Schwärme kleiner Wittlinge und Dorsche unterwegs, aber auch kleine Platten und große Dorsche. So hatten wir auf jeden Fall einen guten Vergleich bei der Bissanzeige. Die kleinen Miniräuber sieht man schön und deutlich, aber auch die kleinen Platten, sie sind eindeutig von Wellenbewegungen und Wind und Schnurbögen  abzugrenzen. Überraschenderweise sind aber auch die Bisse von größeren Dorschen um die 50cm gut zu erkennen und die Spitze schlägt nicht in riesigen Bewegungen aus, das Spektrum der Ausschläge von Klein nach Groß beim Fisch ist gut und deutlich zu unterscheiden, aber man hat nie das Gefühl,  dass die Rutenausschläge zu Kontrollverlusten führen oder Rute und Dreibein aus dem Gleichgewicht bringen könnten. Verhalten in der Umgebung Bei schwierigen Wetterverhältnissen, wie Seiten-  oder Rückenwind und auch bei Krauttreiben konnten wir die Rute  auf Herz und Nieren testen, lediglich Sturmverhältnisse hatten wir zum Glück keine. Bei Seiten- und Rückenwind gab es durch die leichte Spannung in den weichen Spitzen kein Schwingen und Nicken,  es blieb zu jeder Zeit eine angenehme sichtbare Kontrolle der Bissanzeige zu sehen. Bei Krauttreiben , wenn Kraut , Gras und anderes Grünzeug die Schnur hochgetrieben werden, besteht immer das Risiko,  dass beim Einholen der Schnur der Spitzenring „verstopft“ und die Schnur nicht einholbar bleibt, also im Wasser weiteres „Treibgut“ aufsammelt, während man den Spitzenring freibekommen muss. Hier ist es trotz der vielen Ringe und kleineren Ringe nie ein Problem, bei Geflecht bis zum Knoten sauber durchkurbeln zu können. Die 14-15m Schlagschnur sind dann in der Regel kein Problem. Fazit Mit der Rute hat Pontos eine wunderbare Allroundrute geschaffen, mit der feine Plattfischangelei  prima ausgeübt werden kann, aber auch mal größere Fische wie Dorsche und Köhler gedrillt werden können. Die Zukunft der Brandungsangelei wird aus vielen Gründen sowieso den etwas feineren Weg einschlagen und tendenziell wird auch immer leichter gefischt, sodass die angegebenen 200g problemlos ausreichen sollten. O.R.